Veröffentlicht am 17. Juni 2024
Start-up Camps
Die Start-up Camps, unterstützt von Innosuisse und verwaltet von Swissnex, sind eine Startrampe für Schweizer Start-ups mit aussergewöhnlichem Potenzial auf internationaler Ebene. Durch intensives Eintauchen vor Ort und die individuelle Unterstützung durch lokale Teams beschleunigen Sie die Entdeckung, Validierung und Erschliessung neuer globaler Märkte und verschaffen sich maximale Sichtbarkeit im internationalen Umfeld.

Innosuisse Start-up Exchange

Das Angebot Innosuisse Start-up Exchange ermöglicht es Ihnen, vorübergehend in ein ausländisches Start-up-Ökosystem einzutauchen, wo Sie Kontakte mit lokalen Start-ups knüpfen, kulturelle und betriebliche Unterschiede verstehen lernen und nach potenziellen Partnerschaften oder Kooperationen Ausschau halten können.
Innovative schweizerische Start-ups:
- mit globalen Ambitionen und dem Potenzial einer erhöhten Wertschöpfung in der Schweiz
- die alle Bedingungen für einen erfolgreichen Eintritt in den Zielmarkt erfüllen
- die am Innosuisse Start-up Coaching (Initial, Core oder Scale-up Coaching) teilnehmen oder das Innosuisse Certificate innerhalb der letzten 3 Jahre erworben haben
- Ein massgeschneidertes Programm, dank dem Sie bis zu zwei Wochen lang vollständig in einen Zielmarkt eintauchen können.
- Betreuung durch eine gleichgesinnte Peer-Gruppe und ein engagiertes Team mit fundierten Kenntnissen und einem grossen Netzwerk in beiden Märkten.
- Möglichkeiten, sich mit lokalen Unternehmen und Start-ups zu treffen.
- Kontakte zu Expertinnen und Experten des lokalen Markts und der Branche, zu Behörden sowie zu potenziellen Kunden und Geschäftspartnern.
- Beratung zu Internationalisierung und laufende Unterstützung.
- Büroräumlichkeiten und Sitzungszimmer mit Unterstützung vor Ort.
- Ein Beitrag an Ihre Reisekosten
Start-ups, die sich bereits für das Innosuisse Start-up Coaching angemeldet haben, wählen ihren bevorzugten Camp-Standort aus und kontaktieren die lokalen Camp-Organisatoren direkt.
Start-ups, die noch nicht am Coaching von Innosuisse teilnehmen, müssen sich zuerst zum Start-up Coaching anmelden.
Market Validation Camps

Die Market Validation Camps bieten Ihnen die Möglichkeit, den von Ihnen gewählten Zielmarkt persönlich zu erkunden, Ihre Geschäftsidee vor Ort zu testen, mit Expertinnen und Experten des lokalen Markts zu sprechen und eine massgeschneiderte Markteintrittsstrategie auszuarbeiten. Sie werden von Innosuisse unterstützt und von Swissnex verwaltet.
Innovative schweizerische Start-ups:
- mit globalen Ambitionen und dem Potenzial einer erhöhten Wertschöpfung in der Schweiz
- die alle Bedingungen für einen erfolgreichen Eintritt in den Zielmarkt erfüllen
- die am Innosuisse Start-up Coaching (Initial, Core oder Scale-up Coaching) teilnehmen oder das Innosuisse Certificate innerhalb der letzten 3 Jahre erworben haben
- ein individuelles Programm mit einem bis zu vierwöchigen immersiven Aufenthalt im Zielmarkt
- die Chance, Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung oder Ihr Geschäftsmodell vor Ort zu testen
- Scouting-Dienste und gezielte Ansprache von potenziellen Kunden, Behörden und möglichen Geschäftspartnern
- Mentoring und kontinuierliche Beratung zur Internationalisierung
- Büro- und Sitzungsräume mit Unterstützung vor Ort
- ein Stipendium zur Deckung eines Teils Ihrer Reisekosten
Start-ups, die sich bereits für das Innosuisse Start-up Coaching angemeldet haben, wählen ihren bevorzugten Camp-Standort aus und kontaktieren die lokalen Camp-Organisatoren direkt.
Start-ups, die noch nicht am Coaching von Innosuisse teilnehmen, müssen sich zuerst zum Start-up Coaching anmelden.
Hier finden Sie eine Liste von Coaches, die Ihnen bei der Vorbereitung der Teilnahme an einem Camp helfen können.
Market Entry Camps

Die Market Entry Camps sollen das Wachstum Ihres Start-ups erleichtern und den Eintritt in einen neuen Markt beschleunigen. Sie bieten Ihrem Start-up ein echtes Sprungbrett zum Erfolg im Ausland. Sie werden von Innosuisse unterstützt und von Swissnex verwaltet.
Innovative schweizerische Start-ups:
- deren Geschäftsidee im Zielmarkt mit positivem Ergebnis validiert wurde
- die den Markteintritt anstreben und das Potenzial für eine höhere Wertschöpfung in der Schweiz haben
- die am Innosuisse Start-up Coaching (Initial, Core oder Scale-up Coaching) teilnehmen oder innerhalb der letzten drei Jahre das Innosuisse Certificate erworben haben
- ein individuelles Programm von bis zu drei Monaten zur Beschleunigung des Markteintritts
- Büro- und Sitzungsräume mit Unterstützung vor Ort
- Scouting-Dienste und gezielte Ansprache potenzieller Kunden, Behörden und möglicher Geschäftspartner
- ein Stipendium zur Deckung eines Teils Ihrer Reisekosten
Start-ups, die sich bereits für das Innosuisse Start-up Coaching angemeldet haben, wählen ihren bevorzugten Camp-Standort aus und kontaktieren die lokalen Camp-Organisatoren direkt.
Start-ups, die noch nicht am Coaching von Innosuisse teilnehmen, müssen sich zuerst zum Start-up Coaching anmelden.
Hier finden Sie eine Liste von Coaches, die Ihnen bei der Vorbereitung der Teilnahme an einem Camp helfen können.
Für welchen Markt interessieren Sie sich?

Brasilien
Marktvalidierung und Markteintritt
Start-ups können Marktforschung betreiben, um ihre Geschäftshypothese zu überprüfen, potenzielle Kunden und Partner zu finden, sich zu vergewissern, dass Brasilien ein lohnender Markt ist, und Markteintrittsstrategien vorzubereiten und umzusetzen.
Netzwerk
Start-ups haben Zugang zu einem Netzwerk von Fachleuten und Mentoren, die auf Wissenschaft, Technologie und Geschäftstätigkeit in Brasilien spezialisiert sind. Darüber hinaus werden Start-ups mit lokalen Organisationen und Forschungsinstituten vernetzt und haben die Möglichkeit, an Messen teilzunehmen und Co-Working-Spaces in Rio de Janeiro und São Paulo zu nutzen.
Produktvalidierung
Start-ups haben die Möglichkeit, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung auf einem äusserst anpassungsfähigen und vielfältigen Markt mit über 200 Millionen Einwohnern zu validieren. Schweizer Technologien werden im ganzen Land gut aufgenommen, aber es ist wichtig, Brücken zur brasilianischen Geschäftskultur, zur Sprache, zu Behörden und zum Rechtssystem zu schlagen. Partnerorganisationen in verschiedenen Branchen verhelfen dem Start-up zu einer schnelleren Marktvalidierung, was Kosten und Zeit spart.
Follow-up
Stabile, langfristige Beziehungen sind für Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg, wobei zwischenmenschliche Beziehungen in Brasilien einen besonders hohen Stellenwert haben. Swissnex in Brasilien hält den Kontakt zum Start-up und seinen Stakeholdern auch nach dem Camp aufrecht und vertritt die Mission des Start-ups in Brasilien, z. B. durch Veranstaltungen oder eine Kommunikationskampagne.
Warum nach Brasilien expandieren?
Mit einer Bevölkerung von über 215 Millionen Menschen gehört Brasilien seit Langem zu den zwölf grössten Volkswirtschaften der Welt. Das Land hat die stärkste Wirtschaft und das bedeutendste Start-up- und Innovations-Ökosystem in Lateinamerika.
Wie sieht der brasilianische Markt aus?
Die brasilianische Bevölkerung und ihre Organisationen sind grundsätzlich technologieaffin, aber bestimmte Merkmale dieses tropischen Landes begünstigen bestimmte Branchen. Die brasilianische Bevölkerung ist sehr technikaffin und konsumfreudig, und zwar in allen Einkommensschichten. Mit dem wachsenden E-Commerce-Bereich steigt auch der Bedarf an neuen Plattform- oder Servicetechnologien sowie an Infrastruktur, Logistik und Finanzwissen, um den Verbrauchermarkt zu unterstützen und zu optimieren.
Neben seiner enormen Marktgrösse verfügt das Land über ein gemischtes Gesundheitssystem mit öffentlichen und privaten Gesundheitsdienstleistern. Da die brasilianische Bevölkerung kontinuierlich wächst und altert, steigt die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen. Ausserdem führt auch die Zunahme chronischer Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck zu einer steigenden Nachfrage nach innovativen Lösungen. Das Land verfügt über ein vorteilhaftes regulatorisches Umfeld und ein dynamisches Startup-Ökosystem mit einer wachsenden Zahl von Inkubatoren, Acceleratoren und Risikokapitalfirmen, die sich auf das Gesundheitswesen konzentrieren.
Der Lebensmittelsektor, der einen grossen Teil des BIP des Landes verantwortlich stellt, wächst kontinuierlich, und das Ziel, Technologien zu entwickeln, die nachhaltige Lebensmittelsysteme unterstützen und fördern, ist latent vorhanden. Der Verzehr von tierischem Eiweiss geht in Brasilien zwar zurück, doch es ist immer noch schwierig, Alternativen zu finden. Landwirtschaftliche Erzeugnisse machen einen grossen Teil der Exporte nach China, in die USA, nach Argentinien und in die EU aus.
Brasilien dürfte auch ein wichtiger Akteur der Energiewende und der Bioökonomie werden. Mit einem Anteil von fast 50 % an erneuerbaren Energien hat das Land bereits einen der saubersten Energiemixe weltweit. Brasilien verfügt über zahlreiche erneuerbare Energiequellen, darunter Wasserkraft, Biomasse, Wind- und Solarenergie, und es wird erwartet, dass das Land zu einem der weltweit grössten Produzenten von grünem Wasserstoff wird.
Wie steht es um die Innovation?
Brasilien ist ein Schwellenland, das in den Bereichen geschlossene und offene Innovation rasch an Reife gewinnt. Dieser Trend lässt sich an der stetig wachsenden Zahl von Acceleratoren, Inkubatoren, Investorinnen und Investoren, Innovationszentren, F&E-Zentren und Co-Working-Spaces ablesen. Ebenfalls hervorzuheben ist die Offenheit des Unternehmenssektors. Viele brasilianische Unternehmen führen Innovationsprojekte durch, bei denen sie auf Trendscouting und Partnerschaften mit Start-ups setzen. Darüber hinaus wächst der Corporate-Venture-Sektor, der offen für Investitionen in internationale Start-ups ist, die Innovationsherausforderungen in Brasilien lösen können.
Sind qualifizierte Mitarbeitende und Partner leicht zu finden?
Brasilien hat in den letzten 20 Jahren dank neuer Gesetze und öffentlicher und privater Investitionen in die Aus- und Weiterbildung eine beispiellose Entwicklung der Hochschulbildung und der technischen Ausbildungsmöglichkeiten erlebt. Der Zugang zur Hochschulbildung ist heute selbstverständlich, und diese Entwicklung hat die Qualität der Arbeitskräfte verbessert. Gleichzeitig investieren Brasilianerinnen und Brasilianer in die Weiterbildung, um ihre Karrierechancen zu verbessern. Trotzdem wächst die Nachfrage am Markt nach hochqualifizierten Fachkräften. Auch die Fremdsprachenkenntnisse müssen sich noch verbessern.
Was sind die Vorteile Brasiliens?
Die Bevölkerung ist sehr aufgeschlossen. Man probiert gerne neue Technologien aus und kauft die neuesten Produktversionen. Die Bevölkerung ist führend bei der täglichen Internetzeit und sehr aktiv in sozialen Netzwerken. Die Verwurzelung der sozialen und kulturellen Identität der Brasilianerinnen und Brasilianer in Nord- und Südamerika, Europa und Afrika erleichtert den geschäftlichen Umgang und verkleinert die kulturelle Kluft für Schweizer Unternehmer.
Welche Möglichkeiten bieten Rio de Janeiro und São Paulo?
Rio de Janeiro und São Paulo sind die grössten Städte Brasiliens und bieten vielfältige Möglichkeiten. Rio de Janeiro biete F&E-Technologieparks, die mit Spitzenuniversitäten verbunden sind, unter anderem in den Bereichen Biotechnologie, Ingenieurwesen, Informatik, Öl und Gas, erneuerbare Energien und Kreativwirtschaft. São Paulo ist das finanzielle Herz und das industrielle Kraftzentrum des Landes. Der Bundesstaat São Paulo weist die höchste Konzentration an Start-ups auf. Die meisten von ihnen entwickeln Technologien in den Bereichen Biotechnologie, Big Data, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, wobei sie sich auf Marktsegmente wie Gesundheit und Agrarwirtschaft konzentrieren. Die innovativsten Unternehmen der Welt haben Niederlassungen in São Paulo, weshalb die Stadt ein hervorragendes Umfeld für Marktinnovation und -traktion, die Rekrutierung von Fachkräften und Investitionen bietet. Zusätzlich zu diesen traditionell starken geografischen Standorten weist Brasilien viele Beispiele für neue, sich schnell entwickelnde Innovationsökosysteme im Süden, Nordosten und Norden auf.
Welches sind die Herausforderungen?
Eine der grössten Herausforderungen für Unternehmerinnen und Unternehmer in Brasilien ist die Bürokratie. Sie kostet die Unternehmen Zeit und Geld, wozu noch hohe Kommunal- und Bundessteuern dazukommen. Trotz der beeindruckenden Vielfalt und Menge der gesammelten Daten sind die Möglichkeiten, diese zu nutzen, aufgrund des Mangels an strukturierten Datenbanken begrenzt. Darüber hinaus kann die Sprache ein Hindernis für den Zugang zu Informationen und Daten öffentlicher Einrichtungen sein, da diese Ressourcen hauptsächlich in portugiesischer Sprache vorliegen. Diese Faktoren und andere Aspekte der brasilianischen Geschäftskultur machen Kontakte zu zuverlässigen und vertrauenswürdigen lokalen Partnern für den Markteintritt erforderlich.
China
Massgeschneiderte Unterstützung
Chinas riesige Wirtschaft wird von einem wettbewerbsintensiven und schnelllebigen Markt angetrieben. Sie kann grenzenlose Möglichkeiten bieten, aber die mit dem Markteintritt verbundenen Herausforderungen sind für ausländische Start-ups mit begrenzter oder fehlender Erfahrung vor Ort nach wie vor entmutigend. Durch individuelle und persönliche Betreuung begleitet das Camp Schweizer Start-ups bei jedem Schritt, damit sie ihre Internationalisierungsziele auf dem chinesischen Markt erreichen. Durch den Wissensaustausch mit Branchenexperten, potenziellen Kunden und Partnern erlangen die Camp-Teilnehmenden ein profundes Verständnis der lokalen Marktbedingungen sowie des rechtlichen Rahmens und können somit ihren Businessplan verbessern.
Netzwerk & Matchmaking
Als offizielle Vertretung der Schweiz hat Swissnex in China während 15 Jahren ein breites und vielfältiges Netzwerk von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aufgebaut, das neue Möglichkeiten eröffnet und Einblicke aus erster Hand bietet. Dank der engen Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft, den Generalkonsulaten, der SwissCham und anderen lokalen Partnern haben die Start-ups auch die Möglichkeit, im ganzen Land die wichtigsten chinesischen Innovationscluster zu nutzen.
Kulturbrücke
Kulturelle und sprachliche Barrieren werden oft als Haupthindernisse für die Geschäftstätigkeit in China genannt. Der Camp-Manager kann die Start-up-Unternehmerinnen und -Unternehmer persönlich zu Geschäftstreffen begleiten, um ihnen dabei zu helfen, diese Kommunikationshindernisse wirkungsvoll zu überwinden und vertrauensvolle Beziehungen zu lokalen Partnern aufzubauen.
Warum in China Fuss fassen?
Als zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt ist China ein wichtiger Markt für Start-ups, die schnell wachsen wollen. China hebt sich durch seinen Mix aus hochwertiger Produktion und fortschrittlicher technologischer Infrastruktur von anderen Ländern ab. Dadurch können Innovatoren ihre Ideen schnell und kostengünstig umsetzen. Das schnelllebige Umfeld des Landes und die technikaffine Bevölkerung schaffen ein ideales Umfeld für Innovationen. Schweizer Start-ups sind mit ihrem starken wissenschaftlichen Profil für die Nutzung von Chinas Deeptech-Fokus und seiner unterstützenden Politik für fortschrittliche Technologien hervorragend positioniert.
Wie sieht die Situation in China aus?
Chinas Entwicklung von der Produktionsdrehscheibe der Welt hin zu einem bedeutenden Technologiestandort wurde durch einen anpassungsfähigen Binnenmarkt vorangetrieben, auf dem der Wettbewerb einen Erfolgsfaktor darstellt. Eine unternehmerische «Try fast and fail fast»-Mentalität hat sich in der Start-up-Kultur etabliert, wonach die Fähigkeit zur schnellen Wiederholung von Produktzyklen oft zu einer schnellen Reifung und Skalierung führt. In China tätige Unternehmen müssen äusserst flexibel sein, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, und sich schnell an Veränderungen der Marktnachfrage und neue Anreizmassnahmen anpassen. An der Spitze sieht die Regierung ihre schnell wachsende digitale Wirtschaft als das nächste globale Wirtschaftsparadigma an und legt grossen Wert auf Datenverwaltung, ICT-Infrastruktur und digitale Industrialisierung.
Wie steht es um die Innovation?
China ist in globalen Innovationsrankings prominent vertreten, wobei seine Cluster Shenzhen-Hong Kong-Guangzhou, Peking und Shanghai zu den weltweit führenden Wissenschafts- und Technologiezentren gehören. Über 500 Schweizer Unternehmen sind im Grossraum Shanghai ansässig, von denen viele grosse Investitionen in Forschung und Entwicklung tätigen, was die starke Präsenz der Schweizer Geschäftswelt in diesem Innovationsökosystem widerspiegelt. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung in China konzentrieren sich vorrangig auf Grundlagenforschung und Technologieanwendungen in Schlüsselbereichen des Wirtschaftswachstums wie Informationstechnologie der nächsten Generation, Biotechnologie, neue Werkstoffe und saubere Technologien.
Sind qualifizierte Mitarbeitende und Partner leicht zu finden?
China verfügt über einen beträchtlichen Pool an gut ausgebildeten Talenten. Die Grossstädte bieten einen stetigen Nachschub an hochqualifizierten, zwei- und mehrsprachigen Talenten, die sich sowohl mit den örtlichen Gegebenheiten auskennen als auch internationale Erfahrung besitzen. Allerdings kann es Zeit und Mühe kosten, die richtigen Mitarbeitenden zu finden, zu gewinnen und an sich zu binden. Start-ups könnten in Erwägung ziehen, aus der Gemeinschaft der Schweizer Hochschulabsolventen zu rekrutieren, da diese von Natur aus «Übersetzerinnen und Übersetzer» zwischen den Kulturen sind. Ebenso sind qualifizierte Partner in China leicht verfügbar, aber die Durchführung einer Due-Diligence-Prüfung und Bewertung können herausfordernd und zeitaufwändig sein.
Welches sind die Herausforderungen?
Um sich auf dem riesigen und komplexen Markt Chinas zurechtzufinden, ist eine sorgfältige Vorbereitung erforderlich. Die komplexen Unternehmensvorschriften und die Bürokratie können sowohl in Bezug auf Zeit als auch auf Ressourcen kostspielig sein, während Bedenken hinsichtlich des geistigen Eigentums potenzielle Hindernisse für ausländische Start-ups darstellen, die in die grösste Volkswirtschaft Asiens vordringen wollen. Damit Start-ups die Herausforderungen beim Eintritt in den chinesischen Markt erfolgreich meistern können, sind sie auf einen vertrauenswürdigen, neutralen Partner wie Swissnex angewiesen, der ihre Interessen in den Vordergrund stellt und wertvolle kulturelle Übersetzungs- und lokale Fachkenntnisse bietet. Mit Swissnex können die Risiken und Chancen, die das chinesische Geschäftsumfeld mit sich bringt, besser abgewogen werden, sodass Start-ups das enorme Potenzial des Landes in vollem Umfang ausschöpfen können.
Grossbritannien
Gelegenheit
Start-ups haben die Möglichkeit, durch die Teilnahme an massgeschneiderten Aktivitäten und Veranstaltungen aus erster Hand Einblicke in Geschäftsmöglichkeiten in Grossbritannien zu erhalten. Während ihres Aufenthalts in London können Start-ups die Trampery (Shoreditch) nutzen, um Wissen und Erfahrungen mit anderen Unternehmern auszutauschen, Geschäftstreffen zu vereinbaren oder einfach eine Tasse Tee zu trinken.
Unterstützung
Das Swissnex-Team in der Schweizer Botschaft in Grossbritannien hilft Start-ups, den lokalen Markt zu erkunden oder richtig zu erschliessen. Je nach Bedarf des Start-ups werden Treffen mit Mentoren, potenziellen Partnern oder Kunden organisiert.
Expertise
Schweizer Unternehmer können auch von der Erfahrung und dem Fachwissen des Teams der Botschaft profitieren, das sie auf allen Schritten der Internationalisierung begleitet.
Flexibilität
Da Grossbritannien in der Nähe der Schweiz liegt, kann das Programm je nach Verfügbarkeit der Unternehmer auf mehrere Wochen verteilt werden.
Warum sollte man in Grossbritannien Fuss fassen?
Grossbritannien hat einen grossen Verbraucher- und Business-to-Business-Markt mit Stärken in vielen High-Tech-Sektoren. Es verfügt über ein weltweit führendes wissenschaftliches Fundament und einen starken Investitions- und Finanzdienstleistungssektor. London ist die Wirtschaftshauptstadt Europas. Viele der grössten Unternehmen der Welt haben ihren Sitz am Ufer der Themse. All diese Faktoren machen Grossbritannien zu einem sehr attraktiven Markt für Schweizer Start-ups, die ihr Geschäft in englischsprachigen Ländern ausbauen wollen.
Wie sieht die Lage in Grossbritannien aus?
Trotz des Brexits ist Grossbritannien nach wie vor ein attraktiver Standort für internationale Start-ups. Das Land profitiert von einer dynamischen Unternehmenskultur und heisst internationale Unternehmen willkommen. Die engen interkontinentalen Beziehungen zu den USA und den Commonwealth-Ländern machen Grossbritannien zu einem idealen Sprungbrett für Geschäfte ausserhalb Europas. Aus kultureller Sicht ist Grossbritannien in Bezug auf Innovationen ein risikofreudiges Land, das zu den Vorreitern bei der Einführung digitaler Technologien gehört.
Wie steht es um die Innovation?
Innovation gilt in Grossbritannien als wichtiger Katalysator für das langfristige Wirtschaftswachstum. Das bedeutet, dass das Innovationssystem durch verschiedene Organisationen, Anreize sowie öffentliche und private Rahmenbedingungen gestützt wird, die zusammenwirken, um innovative Unternehmen zu prägen und zu fördern. Der starke Anstieg der Zahl der Acceleratoren, die von Unternehmen wie Microsoft, Telefonica, Barclays und John Lewis ins Leben gerufen wurden, hängt damit zusammen, dass das Land ausländische Start-ups willkommen heisst und auch Schweizer Start-ups attraktive Möglichkeiten bieten kann.
Sind qualifizierte Mitarbeitende und Partner leicht zu finden?
Grossbritannien hat einige der besten Universitäten der Welt. Besonders London war schon immer ein Magnet für Talente aus dem Ausland. Obwohl es in dieser Stadt keinen Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften und potenziellen Mitarbeitenden gibt, herrscht ein harter Wettbewerb um sie.
Welche Möglichkeiten bietet London?
Von der Schweiz aus ist London in nur 90 Flugminuten erreichbar. Durch die Konzentration internationaler Unternehmen, die grossen Start-up-Cluster und die offene Unternehmenskultur hat die Metropole für alle Schweizer Start-ups etwas zu bieten, unabhängig ihres Reifegrads. Start-ups in der Anfangsphase bietet sie eine hervorragende Gelegenheit, ihre Produkte und ihren Geschäftsplan in einer anderen Sprache, Kultur und einem anderen Geschäftsumfeld zu testen und zu genauer zu definieren. Unternehmen in einem fortgeschrittenen Stadium können Kunden identifizieren und ansprechen, um ihr Wachstum auf einem neuen Markt zu beschleunigen.
Welches sind die Herausforderungen?
London ist ein wettbewerbsintensives Umfeld. Dort wartet niemand auf Schweizer Start-ups. Um potenzielle Kunden und Partner zu erreichen, sind deshalb Geduld und Beharrlichkeit gefragt. Für Start-ups, die bereit sind, sich zu vernetzen, einen proaktiven Ansatz zu verfolgen und Chancen zu ergreifen, sobald sie sich bieten, kann London jedoch durchaus attraktiv sein.
Indien
Markteintritt
Für Schweizer Unternehmen ist die Internationalisierung in Indien eine Herausforderung, denn Indien ist ein Land mit vielen verschiedenen Nuancen. Das Innosuisse Camp hilft ihnen, die Unternehmenskultur zu verstehen, den Markt zu analysieren, Strategien für die Markteinführung zu entwickeln und Geschäftsmodelle zu erstellen, die auf dem Feedback potenzieller Kunden basieren.
Angeboten wird ein zweistufiger Verfahren mit einem Market Validation und einem Market Entry Camp. Anhand des Validation Camps können Unternehmen leichter verstehen, was für einen Markteintritt in Indien erforderlich ist, und sich dafür oder dagegen entscheiden. Ein Entry Camp beschleunigt das Wachstum, indem es ein Start-up mit ersten potenziellen Kunden und Partnern in Kontakt bringt und es dabei unterstützt, die richtigen Kompetenzen vor Ort zu erwerben oder einzustellen.
Netzwerk
Es wird massgeschneiderte individuelle Unterstützung angeboten. Dazu gehören Verbindungen für den Wissensaustausch und potenzielle erste Kunden oder Partner, die für das Start-up-Unternehmen von Bedeutung sind.
Produktvalidierung
Die unglaubliche Vielfalt, die Marktgrösse und die Geschäftsansätze in Indien sind sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance. Ob es sich um einen Testmarkt für neue Technologien, einen technischen Mitentwickler oder einen Markt an und für sich handelt - Indien hat Start-ups, die einen neuen Markt erschliessen wollen, einiges zu bieten. Allerdings kann kein Unternehmen Lösungen aus der Luft abwerfen und auf ähnliche Ergebnisse auf allen Märkten hoffen. Man muss die lokalen Bedingungen kennen. Swissnex in Indien ist ein zuverlässiger Partner mit einem umfassenden Verständnis des indischen Marktes. Seit 2013 wurden mehr als 60 Schweizer Start-ups im Rahmen verschiedener Programme zur Markterkundung, Marktvalidierung und Markteinführung in Indien betreut.
Follow-up
Langfristige Visionen und Beziehungen sind für den Erfolg von Unternehmen unerlässlich. Swissnex in Indien trägt dazu bei, die Beziehungen nach dem Camp zu festigen.
Warum in Indien Fuss fassen?
Indien ist ein lebendiges und dynamisches Zielland für Schweizer Start-ups, das zahlreiche Möglichkeiten bietet. Indien, das sich zum bevölkerungsreichsten Land der Welt entwickelt, zeichnet sich durch ein kosteneffizientes Umfeld, unzählige englischsprachige Talente und seinen riesigen, vielfältigen Markt aus. Dieser Bevölkerungsreichtum treibt einen verbraucherorientierten Markt an. Das Schweizer Know-how im Bereich der Spitzentechnologie ergänzt Indiens Fokussierung auf die Lösung grosser, realer Herausforderungen, wodurch eine Synergie für die Zusammenarbeit entsteht.
Globale Unternehmen haben in Indien Kompetenzzentren eingerichtet und profitieren von innovativen Geschäftsstrategien und sorgfältiger Marktbearbeitung. Diese Erfolge in Indien dienen oft als Vorlage für die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf andere Märkte weltweit.
Wie sieht der indische Markt aus?
Indien bietet ein dynamisches, integratives und informelles unternehmerisches Ökosystem, in dem Vertrauen, Kosteneffizienz und Zuverlässigkeit die Eckpfeiler von Geschäftspartnerschaften sind. Um in Indien erfolgreich zu sein, braucht man geduldiges Kapital, eine lokale Präsenz und ein langfristiges Engagement für den Aufbau von Beziehungen. Eine solche Investition führt oft zu einem dauerhaften Erfolg.
Wie steht es um die Innovation?
Indien hat sich in kürzester Zeit von einer Outsourcing-Drehscheibe zu einem weltweit führenden Innovationsstandort entwickelt, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Es gibt viele F&E-Zentren in Bereichen wie Ingenieurwesen, Informatik, Grundlagenforschung und angewandte Wissenschaften sowie Luft- und Raumfahrt. Bengaluru, das «Silicon Valley Indiens», ist ein wichtiger Knotenpunkt für Branchen wie ICT, Medizintechnik, Clean Technology, Biotechnologie, Gesundheitswesen, Design und Gastronomie und bietet grenzenlose Zusammenarbeitsmöglichkeiten.
Sind Talente und Partner leicht zu finden?
Der riesige Talentpool Indiens verbindet globales Know-how mit Kostenvorteilen. In diesem Land sind weltbekannte Universitäten und spezialisierte Management- und Technologieeinrichtungen beheimatet. Das Ökosystem für Start-ups ist ebenfalls günstig: Investorinnen und Investoren, Mentorinnen und Mentoren, Inkubatorinnen und Inkubatoren, Akzeleratorinnen und Akzeleratoren sowie Risikokapitalgeberinnen und -geber sind bereit, ihre Erfahrungen und Ressourcen zu teilen. Internationale Unternehmen profitieren von diesem kooperativen Umfeld, das ihnen bei der Erschliessung globaler Märkte hilft.
Welche Vorteile bietet Indien?
Die grosse städtische Mittelschicht Indiens stellt mit ihrer steigenden Kaufkraft einen lukrativen Wachstumsmarkt dar. Die Metropolen des Landes – Bengaluru, Delhi und Mumbai – sind global vernetzt und zählen zu den weltweit führenden Ökosystemen für Start-ups. In Verbindung mit den zahlreichen englischsprachigen Talenten und dem innovativen Geist bietet Indien ein attraktives Umfeld für Schweizer Start-ups.
Welches sind die Herausforderungen?
Der vielfältige indische Markt erfordert einen aufgeschlossenen und beziehungsorientierten Ansatz. Der Aufbau von Vertrauen und das Verständnis für die Feinheiten des lokalen Marktes sind für den Erfolg entscheidend. Unternehmen, denen auf dem indischen Markt der Durchbruch gelingt, gehen oft gestärkt daraus hervor und verfügen über die Fähigkeiten und Erkenntnisse, um sich auf anderen globalen Märkten zu behaupten.
Indien ist nicht nur ein Markt, sondern ein Sprungbrett für Innovation und globalen Erfolg. Für Schweizer Start-ups, die bereit sind, sich auf die Komplexität und die Chancen des Landes einzulassen, birgt Indien immense Vorteile.
Israel
Umfang
Das Swiss-Israel Lean Launchpad (LLP) ist ein zehnwöchiges Programm. Es beginnt in der Schweiz, wird acht Wochen lang online fortgesetzt und endet mit einer Woche in Israel. Während des LLP entdecken Schweizer Start-ups nach und nach das dynamische israelische Start-up-Ökosystem: angefangen bei den israelischen Organisatoren und Mentoren über eine gezielte Einführung mit lokalen Unternehmern, potenziellen Geschäftspartnern und Marktexperten bis hin zu einer umfassenden Vertiefung am Schluss. Jede Ausgabe richtet sich an eine Gruppe von Schweizer Start-ups, die in einem bestimmten Cluster tätig sind, z. B. Gesundheitstechnologien und Biowissenschaften, Foodtech/Agritech oder Cybersicherheit. Die Treffen sind eine Mischung aus Gruppensitzungen und individuellem Austausch.
Netzwerk und Geschäftschance
Als kleines Land (10 Millionen Einwohner) ist der israelische Inlandsmarkt für Start-ups in der Wachstumsphase nur begrenzt attraktiv. Die lokale Kultur ist jedoch äusserst offen gegenüber Innovationen. Viele lokale Unternehmen und Institutionen haben Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Start-ups und verfolgen eine offene Innovationsstrategie. Aus diesem Grund könnte man Israel als «Beta-Standort» bezeichnen: eine Destination für Machbarkeitsstudien, Pilotprojekte, Annahmen zur Identifikation der am besten für den Markt geeigneten Produkte und so weiter. Das LLP hilft den Teilnehmenden, potenzielle Geschäftspartner zu finden und mit ihnen in Kontakt zu treten und während dieses Austauschs kulturelle Unterschiede zu überwinden.
Zugang
Israel, das manchmal auch als «Start-up-Nation» oder «Einhorn-Nation» bezeichnet wird, verfügt über ein hoch entwickeltes Ökosystem für Start-ups. Aus diesem Grund zielt das Programm auch darauf ab, den Teilnehmenden die Tools und das Fachwissen israelischer Unternehmer zugänglich zu machen. Während des LLP werden die Start-ups in regelmässigem Austausch mit israelischen Unternehmern, Anlegern und Fachleuten stehen, mit denen sie verschiedene Themen wie Produktentwicklung, Geschäftsmodell, Fundraising-Strategie, Storytelling usw. diskutieren werden. Die Unterstützung, die für jedes Thema angeboten wird, variiert je nach den Bedürfnissen der einzelnen Start-ups.
Was spricht für den israelischen Markt?
Für Israel sprechen zwei Hauptgründe: 1. Da Israel ein kleiner Markt ist, beginnen selbst lokale Start-ups vom ersten Tag an, ihre Produkte für ausländische Märkte zu entwickeln. Ihre ersten Kunden sind jedoch häufig lokale Unternehmen und Institutionen. Diese Institutionen haben Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Start-ups, weshalb Israel für Start-ups geeignet ist, die ihr Produkt validieren und herausfinden wollen, welche Produkte am besten für den Markt geeignet sind. 2. Israel verfügt über ein hoch entwickeltes Ökosystem für Start-ups. Unternehmer, Anleger, Anwälte usw. verfügen über ein umfangreiches Wissen, das für Schweizer Start-ups von grossem Wert sein kann.
Was können Sie von diesem Austausch erwarten?
Erstens lieben es die Israelis, ihr Netzwerk mit anderen zu teilen. Sie werden Ihnen auch nach einem kurzen Gespräch gerne ihre Kontakte vorstellen. Zweitens ist die Kommunikation in Israel präzise und direkt. Israelis kommen sofort zur Sache – sie verschwenden keine Zeit, und das ist auch die Art und Weise, wie man mit ihnen reden sollte. Ausserdem werden Sie die Geschwindigkeit und den Ehrgeiz israelischer Unternehmerinnen und Unternehmer zu schätzen lernen – Eigenschaften, die das Markenzeichen dieses Ökosystems sind.
Wie steht es um die dortige Innovationstätigkeit?
Israel ist eines der Länder mit den meisten Start-ups pro Kopf der Welt und das Land mit den höchsten F&E-Investitionen im Verhältnis zum BIP. Auch die Investitionen in Start-ups sind trotz der geopolitischen Lage sehr hoch. Die grössten Cluster sind IT und Cybersicherheit sowie Finanztechnologie, während Gesundheitstechnologie und Klimatechnologie (einschliesslich Agrar- und Lebensmitteltechnologie) in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum verzeichnet haben.
Wie einfach ist es, qualifizierte Mitarbeitende und Partner zu finden?
In Israel gibt es mehrere hochrangige Universitäten und Forschungsinstitute. Darüber hinaus dient der (obligatorische) Militärdienst als eine Art Berufsausbildung, die eine Generation von hochqualifizierten Entwicklern, Kryptographen usw. hervorbringt.
Welche Möglichkeiten bieten Tel Aviv und Jerusalem?
Tel Aviv ist die Hauptstadt des israelischen Ökosystems. Fast alle wichtigen Akteure der israelischen Hightech-Branche sind dort zu finden. Es ist auch eine dynamische Stadt, die Tag und Nacht in Bewegung ist. Jerusalem (die offizielle Hauptstadt) ist aus unternehmerischer Sicht vielleicht weniger wichtig, aber dennoch unerlässlich, um den kulturellen Kontext dieses einzigartigen Ökosystems zu verstehen.
Worin bestehen die Herausforderungen?
Israel befindet sich seit seiner Gründung offiziell im Ausnahmezustand. Israel ist ein instabiles Land in einer instabilen Region, was bedeutet, dass sich die Pläne von einem Tag auf den anderen ändern können. Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass Geschäfte in Israel in der Regel schneller abgewickelt werden als in der Schweiz und mehr Wert auf die Ausführung als auf lange Planungsphasen gelegt wird. Doch gerade hier könnte die schweizerische Vorgehensweise – die methodischer und durchdachter ist – einen Mehrwert für eine Geschäftsbeziehung mit israelischen Partnern bringen.
Japan
Kulturbrücke
Während ihres Aufenthalts werden die Start-ups von einem lokalen Team unterstützt, das sowohl mit der schweizerischen als auch mit der japanischen Kultur vertraut ist. Die Teammitglieder unterstützen bei der Vorbereitung auf das Camp und helfen, das Bewusstsein für kulturelle Unterschiede zu schärfen.
Netzwerk von lokalen Expertinnen, Experten und Talenten
Das Team vor Ort hilft bei der Vernetzung und führt die Start-ups ein, die so die wichtigsten potenziellen Geschäftspartner in Japan kennenlernen, wie z. B. Technologieunternehmen, Corporate Ventures, Konsortien für offene Innovation und Accelerator. Einführungen durch swissnex in Japan eröffnen den Dialog.
Follow-up
Eine langfristige Beziehung ist wesentlich für den Aufbau von Vertrauen und die Geschäftsentwicklung in Japan. Aus diesem Grund werden die Start-ups auch nach dem Camps unterstützt, damit sie die Geschäftstätigkeit konsolidieren und die Beziehungen festigen können.
Warum in Japan Fuss fassen?
Japan ist eine der grössten Volkswirtschaften der Welt. In den letzten Jahren haben die Behörden verstärkt versucht, Start-ups und unternehmerische Talente aus dem Ausland anzuwerben. Die grosse Vertrauenswürdigkeit des Landes kann als Sprungbrett genutzt werden, um in Bereichen wie Biotech & Medtech, Cleantech und Robotik & Fertigung zu wachsen.
Wie sieht der japanische Markt aus?
Auf den ersten Blick scheint der japanische Markt abgeschottet und schwer erschliessbar zu sein. Mit den richtigen Partnern kann sich dieser komplexe und anspruchsvolle Markt als lukrative Chance erweisen und ein faszinierender Ort für die Bildung von F&E-Partnerschaften sein. Erfolgreiche Geschäfte führen in der Regel zu langfristigen Partnerschaften.
Wie steht es um die Innovation?
Japan ist bestrebt, eine führende Innovationsnation zu bleiben, um seine wirtschaftliche Dynamik aufrechtzuerhalten und die Lebensqualität zu verbessern. Um diese Ziele zu erreichen, haben der private Sektor, Hochschulen und Behörden Initiativen zur Unterstützung von Start-ups und talentierten Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern aus Japan und dem Ausland ins Leben gerufen.
Wie einfach ist es, qualifizierte Mitarbeitende und Partner zu finden?
Das japanische Bildungssystem weist einen sehr hohen Standard auf. Der Rekrutierungspool an qualifizierten Fachkräften ist ideal für Schweizer Start-ups, die eine lokale Niederlassung gründen möchten. Ingenieurinnen und Ingenieure, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ärztinnen und Ärzte, Herstellerinnen und Hersteller zählen zu den Besten der Welt. Japanerinnen und Japaner sind sehr daran interessiert, mehr über ausländische Unternehmenskulturen zu erfahren und passen sich leicht an neue technologische Entwicklungen an.
Welche Vorteile bietet Japan?
Wie die Schweiz zeichnet sich Japan durch eine gute Lebensqualität und einen hohen Lebensstandard aus. Im Jahr 2009 schloss die Schweiz ein Freihandelsabkommen (FHA) und ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) mit Japan ab, was die starken wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern unterstreicht. In Japan, das eine der weltweit höchsten Alphabetisierungsraten aufweist und eines der technologisch fortschrittlichsten Länder der Welt ist, werden Patente und Marken ebenfalls respektiert. Ständig entwickeln sich neue Trends und Technologien, was auf die Neugierde der Japanerinnen und Japaner zurückzuführen ist.
Welche Möglichkeiten bietet Japan?
Zu den Chancen gehört ein riesiger Binnenmarkt, der hohe Standards erwartet und vertrauenswürdige Partner für eine langfristige Zusammenarbeit sucht. Der kommerzielle Erfolg in Japan kann das Sprungbrett für die weitere Expansion in Asien sein.
Worin bestehen die Herausforderungen?
Ausländische Start-ups müssen Herausforderungen wie die Sprache, die Unternehmenskultur und psychologische Hürden überwinden. Mit dem richtigen Partner kann das jedoch ganz einfach sein.
Südkorea
Markteintritt
Mit der Unterstützung von Mentorinnen und Mentoren validieren und optimieren die Start-ups ihre Geschäftsstrategie, um ihren Markteintritt in Südkorea zu beschleunigen. Zu den Mentorinnen und Mentoren gehören Regierungsmitglieder, Fachleute für geistiges Eigentum, Akzeleratoren und Investoren.
Netzwerk
In Südkorea ist es schwierig und zeitaufwendig, die richtigen Verbindungen und Partner zu finden. Das Camp überwindet diese Hürde, indem es einen personalisierten Zugang zu einem lokalen Unternehmensnetz bietet. In der asiatischen Gesellschaft, die stark hierarchisch geprägt ist, werden staatlich geförderte Verbindungen besonders geschätzt.
Produktvalidierung
Die Geschäftspraktiken und Eintrittsbestimmungen in Asien unterscheiden sich von denen auf europäischen Märkten. Lokale Verbindungen fördern die Akzeptanz des Produkts und schaffen Möglichkeiten für Partnerschaften, Tests und Pilotversuche.
Follow-up
Nach dem Camp ist eine Nachbetreuung durch das Science and Technology Office in Seoul gewährleistet. Die Unterstützung von internationalen Projekten zwischen der Schweiz und Südkorea wird gefördert und die Nachverfolgung mit den richtigen Partnern sichergestellt.
Warum in Südkorea Fuss fassen?
Südkorea ist eines der am weitesten entwickelten Länder Asiens. Das Wachstum ist schnell und die Gesellschaft dynamisch. Das Land kann sich übrigens rühmen, eine der schnellsten wirtschaftlichen Entwicklungen in der Geschichte erzielt zu haben. Aufgrund seines Engagements zugunsten der Forschung und Entwicklung ist Südkorea zu einer weltweiten Referenz in Sachen Innovation geworden, ein idealer Partner für die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung und ein beliebtes Ziel für Schweizer Start-ups.
Was erwartet Sie vor Ort?
Die Geschichte und die rasante Entwicklung Südkoreas weisen auf eine dynamische und geschäftsorientierte Kultur hin. Südkoreanische Unternehmen und Organisationen sind risikofreudig. Neben den Finanzierungsmöglichkeiten findet ein Schweizer Start-up, das nach Südkorea kommt, einen Markt mit mehr als 50 Millionen Menschen auf der Suche nach den neuesten Technologietrends vor. So kann man sich auf schnelles Feedback und regen Informationsaustausch, fachkundige F+E-Partner und eine qualitative Produktion verlassen. Aufgrund seiner Lage ist Südkorea darüber hinaus ein ideales Vertriebszentrum für ganz Ostasien.
Wie ist der Stand der Innovation?
Südkorea ist für seine Führungsrolle im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) bekannt. Die weite Verbreitung von IKT hat auch die traditionellen Dienstleistungen und Sektoren revolutioniert. Beispielsweise nehmen neue Technologien im Bildungsbereich einen Aufschwung. Darüber hinaus verfügt Südkorea über eine unglaubliche Infrastruktur, eine Kultur und eine hohe Nachfrage nach Spielen und VR- und AR-Technologien. Die Regierung fördert Deeptech und die Entwicklung der digitalen Gesundheit, sodass Südkorea eine hervorragende Infrastruktur bietet, um neue Produkte und innovative Dienstleistungen an einem breiten Spektrum von Patientinnen und Patienten zu testen. Ausländische Unternehmen sind im Cluster Intelligente Krankenhäuser willkommen und können bei der Nutzung des 5G-Netzes, von KI, AR und Robotik zusammenarbeiten. Weitere Interessensgebiete sind Kosmetik, Ernährung und Nachhaltigkeit.
Ist es einfach, qualifizierte Mitarbeitende und Partner zu finden?
Das Bildungssystem in Südkorea ist sehr wettbewerbsfähig. Ein strenges Auswahlverfahren ermöglicht den Zugang zu den besten Hochschulen, was für die weitere berufliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist. Die Rekrutierung hochqualifizierter Arbeitskräfte ist möglich und eignet sich gut für Schweizer Start-ups, die eine Niederlassung in Südkorea gründen wollen. Ingenieure, Wissenschaftler, IKT-Experten, Ärzte und Hersteller werden am meisten gesucht. Die Konkurrenz bei der Einstellung ist gross. Dennoch ist es den Südkoreanern wichtig, für ausländische, vor allem westliche Unternehmen zu arbeiten und die internationale Geschäftskultur kennenzulernen.
Welche Vorteile bietet Südkorea?
Aufgrund ihres Markenimages erobern Produkte aus Südkorea problemlos die Märkte Asiens und des Nahen Ostens, was das Land zu einem perfekten Sprungbrett für eine weitere Expansion macht. Offenheit sowie Neugierde für internationale Produkte und Möglichkeiten zeichnen die Südkoreaner aus, die schnell neue Trends lernen und übernehmen. In Südkorea, einem der sichersten Länder der Welt, ist es möglich, hochqualifizierte und vertrauenswürdige Mitarbeitende einzustellen und so Zugang zu Fachwissen in der Fertigung zu erhalten. Diese geschäfts- und investitionsorientierte Kultur ebnet den Weg für Finanzierungsmöglichkeiten, ehrliches und schnelles Feedback und enge Zusammenarbeit.
Welche Möglichkeiten bietet Seoul?
Die Hauptstadt Südkoreas beherbergt knapp 30 000 Start-ups. Diese geografische Konzentration spielt in den frühen Phasen der Vernetzung und später bei der Nachbetreuung eine wichtige Rolle, macht den Prozess sehr effizient und erleichtert die Verbindungen zu wichtigen Entscheidungsträgern und Organisationen.
Welche Herausforderungen gibt es?
Die Handelskulturen in Asien unterscheiden sich von denen in Europa. Daher ist es wichtig, diesen Punkt zu berücksichtigen, wenn ein Dialog mit koreanischen Kolleginnen und Kollegen aufgenommen wird. Auch Sprachbarrieren können anfangs entmutigend wirken, wenn man einen neuen Kontext kennenlernt. Die geografische Entfernung kann dazu führen, dass die Verbindungen langsamer werden und besondere Aufmerksamkeit bei der Nachverfolgung erfordern.
USA
Bootcamps und Peer-Learning
Aufgrund der grossen Nachfrage können die Internationalisierungscamps in den USA mit Gruppenaktivitäten erweitert werden. Die Teilnehmenden werden persönlich unterstützt und kommen in den Genuss von Networking und Peer-Learning.
Swissnex in Boston und New York veranstaltet das ganze Jahr über massgeschneiderte Camps für Start-ups aus allen Branchen – je nach Wunsch und Branche auf Einzel- oder Gruppenbasis. Die Start-ups wählen den Ort ihres Camps und vereinbaren einen passenden Starttermin, der mit entsprechenden Konferenzen in den USA zusammenfällt oder nach den Bedürfnissen des Start-ups festgesetzt wird. Ausserdem veranstaltet Swissnex regelmässig Camps für Gruppen mit spezifischen thematischen Schwerpunkten, etwa Klimatechnologie, Biotechnologie oder KI.
In San Francisco hält Swissnex mehrmals jährlich ein zweiwöchiges persönliches Bootcamp für Jungunternehmen ab, das Toolbox-Sitzungen, Kamingesprächen, Networking-Events, eine Demo-Nacht und mehr umfasst. Auf dieser einzigartigen Veranstaltung, die als Startrampe für den Erfolg in den USA dienen kann, erhalten Start-ups strategische Beratung zu Internationalisierung und Sichtbarkeit.
Netzwerk
In den letzten 20 Jahren hat Swissnex enge Beziehungen zu lokalen Forschungs-, Bildungs- und Innovationseinrichtungen in den USA aufgebaut. Schweizer Start-ups erhalten über dieses umfassende Netzwerk Zugang zu einem vielseitigen Stakeholder-Ökosystem. Dank dieser Beziehungen kommen Start-ups mit potenziellen Partnerinnen und Partnern, Kundinnen und Kunden sowie Anlegerinnen und Anlegern zusammen. Gleichzeitig ist es ihnen so möglich, mit lokalen Expertinnen und Experten zusammenzuarbeiten sowie qualifizierte Mitarbeitende einzustellen. Ob gezielte Treffen oder auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Veranstaltungen – Start-ups können dieses Netzwerk nutzen, um schneller und strategischer auf dem US-Markt Fuss zu fassen.
Diversität
Zur Unterstützung ihres Markteintritts in den USA können Start-ups je nach ihren individuellen Bedürfnissen, der Technologie, mit der sie arbeiten, und dem Zielmarkt zwischen den Veranstaltungsorten Boston, New York oder San Francisco wählen. Jede Stadt hat eigene Vorteile: Boston mit seiner Expertise in den Biowissenschaften, New York mit seiner kulturellen Vielfalt und seinem robusten urbanen Innovations-Ökosystem und San Francisco mit seinen Tech-Giganten, seiner Risikokapitalpräsenz und seinen hochmodernen KI- und Softwareentwicklungs-Communities. Durch diese Flexibilität können Start-ups ihre Erfahrungen in den USA auf das Ökosystem zuschneiden, das am besten zu ihrem Sektor passt, und so eine gezieltere und wirkungsvollere Internationalisierung sicherstellen.
Warum sollte man in den USA Fuss fassen?
Die USA sind einer der führenden globalen Märkte und bieten ideale Bedingungen für das Unternehmenswachstum: eine gründungsfreundliche Kultur, jede Menge Talente, ein hohes Volumen anRisikokapital, viele Inkubatoren und Akzeleratoren, eine einzigartige Mentalität und ein unternehmerischer Ansatz.
Wie sieht der US-Markt aus?
Der US-Markt ist sehr wettbewerbsintensiv und zeichnet sich angesichts der Grösse des Landes und des Marktes durch einen hohen Innovationsgrad und zahllose Möglichkeiten aus.
Wie ist der Stand der Innovation?
In San Francisco bedeuteten der Aufstieg des Silicon Valley und die Entwicklung der neuen Technologien das Aus für viele traditionellen Branchen und Geschäftsmodelle. Von Banken und Einzelhandelsriesen bis hin zu Automobilherstellern liessen sich zahlreiche Unternehmen in der Region nieder, um neue Trends in ihren jeweiligen Branchen zu beobachten und sich auf sie einzustellen.
Das Ökosystem von Boston spielt eine entscheidende Rolle in der Innovationslandschaft, insbesondere aufgrund der beispiellosen Konzentration von weltweit anerkannten Forschungs- und medizinischen Einrichtungen. Diese einzigartige Konzentration macht die Stadt und ihre Umgebung zu einem florierenden Zentrum für Start-ups in den Bereichen Biowissenschaften und Industrie. Biotech-Start-ups profitieren von der Nähe zu zahlreichen pharmazeutischen Unternehmen, während das regulatorische Umfeld für Start-ups in der Medizintechnik aufgrund eines vereinfachten Abkommens zwischen der Schweiz und den USA über die Anerkennung von Vorschriften besonders günstig ist. Darüber hinaus hat der Klimatechnologiesektor in den letzten Jahren ein beträchtliches Wachstum verzeichnet, das durch eine starke Kombination aus Investitionen, Forschung, Unterstützung durch die Industrie und günstigen Vorschriften angekurbelt wurde, wie insbesondere die Präsenz von Greentown Labs deutlich macht. Schlüsselakteure wie die Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) sind die treibende Kraft hinter der Dynamik des Ökosystems sowohl in den Biowissenschaften als auch in der Cleantech-Branche.
New York ist die kulturell vielfältigste und kosmopolitischste Stadt der USA. Dies ist ein Vorteil – denn ihre Stärke liegt nicht nur in den vielfältigen Perspektiven und Sichtweisen der dort lebenden Menschen, sondern auch im unternehmerischen Denken. Das städtische Ökosystem von New York City profitiert von einer Vielzahl von Akteuren, die Innovation und Unternehmertum fördern.
Wie einfach ist es, qualifizierte Mitarbeitende und Partner zu finden?
In der Region San Francisco zieht das Silicon Valley einige der besten Talente der Welt an, und Universitäten wie Stanford und UC Berkeley verstärken den vorhandenen Talentpool zusätzlich. Es ist relativ einfach, Leute mit unternehmerischer Erfahrung zu finden. Allerdings sind die Gehälter aufgrund der von Unternehmen wie Google gesetzten Standards hoch, und die besten Mitarbeitenden erwarten eine gute Bezahlung.
Das Bostoner Start-up-Ökosystem lebt von einer einzigartigen Kombination aus akademischer Exzellenz und industrieller Zusammenarbeit, was die Stadt zu einem erstklassigen Standort für die Suche nach Spitzentalenten und strategischen Partnern macht. Boston beherbergt renommierte Institutionen wie Harvard, MIT und Tufts und hat eine der höchsten Konzentrationen von Doktorandinnen und Doktoranden pro Kopf weltweit, sodass Start-ups Zugang zu hochqualifizierten und innovativen Arbeitskräften haben. Starke Verbindungen zwischen Hochschulen und Industrie fördern die Zusammenarbeit, Forschungspartnerschaften und den Technologietransfer, insbesondere in Sektoren wie Biotechnologie, Klimatechnik und Pharmazeutika. Der intensive Wettbewerb um Talente führt jedoch zu einer hohen Fluktuationsrate und hohen Gehaltsforderungen, die durch die hohen Lebenshaltungskosten in Boston noch verstärkt werden. Talente zu gewinnen und zu halten, ist deshalb eine Herausforderung.
New York City zieht einige der klügsten Köpfe der Welt an, denn mehr als ein Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner wurde ausserhalb der USA geboren. Die Stadt besitzt hochqualifizierte und gut ausgebildete Arbeitskräfte, wodurch der Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig ist und aus einem riesigen Talentpool schöpfen kann. Mit über 120 Schulen und Universitäten zieht New York nicht nur Spitzentalente an, sondern bringt sie auch hervor. Die akademischen Einrichtungen der Stadt haben eine lange Tradition in der Förderung von Innovation und Unternehmertum.
Was sind die Vorteile der USA?
Drei der fünf weltweit führenden Ökosysteme für Jungunternehmen – San Francisco, New York und Boston – befinden sich in den Vereinigten Staaten. Die USA bieten eindeutig hervorragende Bedingungen für Unternehmer und Investoren. Das Land ist mit Abstand die grösste Volkswirtschaft der Welt. Dies bedeutet, dass es über eine hohe Kaufkraft und über ein starkes Finanz- und Humankapital verfügt und somit ideale Voraussetzungen für ein äusserst lukratives Ökosystem für Start-ups bietet.
Welche Möglichkeiten bieten San Francisco, Boston und New York?
Im Raum San Francisco beherbergt das Silicon Valley einige der weltweit grössten Technologieunternehmen und ist ein Wallfahrtsort für Jungunternehmen der verschiedensten Branchen. Die San Francisco Bay Area ist der absolute Hotspot, wenn es um Innovation, globale Grösse und Wachstumsdenken geht. Mit ihrem reichhaltigen Ökosystem lokaler und internationaler Fachleute, die die nächste Generation globaler Produkte und Dienstleistungen entwickeln, ist die Bay Area die Wiege bahnbrechender Visionen für die Zukunft. Die Region mit ihrer hohen Unternehmensdichte bietet eine Konzentration von Finanz- und Humankapital und damit einzigartige Bedingungen für Jungunternehmen.
Boston bietet dank seines dynamischen Umfelds, seiner überschaubaren Grösse, seiner günstigen Verbindungen nach Europa, seiner hohen Verfügbarkeit von Risikokapital und seiner Innovationskultur eine Fülle von Möglichkeiten. Die Stadt ist bekannt für ihre renommierten Universitäten wie Harvard und MIT, aber sie beherbergt auch viele andere hervorragende Einrichtungen. Darüber hinaus verfügt Boston über zahlreiche erstklassige Krankenhäuser, Forschungsstätten und Pharmaunternehmen sowie über ein florierendes Netz von Gründerzentren und Akzeleratoren. Die Stadt ist ein idealer Standort für Bereiche wie Biowissenschaften, künstliche Intelligenz, Robotik und den schnell expandierenden Sektor der Klimatechnologie.
New York bietet Start-ups ein dynamisches Umfeld mit Zugang zu Kapital, einen vielfältigen und hochqualifizierten Talentpool und ein breites Spektrum an Branchen, darunter Fintech, Gesundheit, Medien und neue Technologien. Die globale Anbindung, die lebhaften Vernetzungsmöglichkeiten und das förderliche Ökosystem – unterstützt durch die lokale Regierung, Akzeleratoren und Innovationsprogramme für Unternehmen – machen die Stadt zu einem idealen Standort für Wachstum und Skalierung. Darüber hinaus schafft die Führungsrolle New Yorks im Nachhaltigkeitsbereich einzigartige Möglichkeiten für Start-ups in den Bereichen grüne Technologie und urbane Innovation und positioniert die Stadt als globales Zentrum für unternehmerische Initiativen.
Worin bestehen die Herausforderungen?
Der US-amerikanische Markt gilt als Land der unbegrenzten Möglichkeiten, insbesondere im Hinblick auf Risikokapital. Trotz der regen Investitionstätigkeit kann es für Schweizer Start-ups manchmal schwierig sein, Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten, da Investorinnen und Investoren in dem heiss umkämpften Markt oft lokale Unternehmen bevorzugen.
Auch die Vorschriften sind komplex, und Gründer haben für den Markteintritt hohe steuer-, gründungs- oder einwanderungstechnische Hürden zu überwinden. Diese Komplexität ist für Unternehmen im Bereich der Biowissenschaften noch grösser, da sie eine Zulassung durch die Food and Drug Administration(FDA)benötigen und mit den Gesundheitsbehörden über die Kostenerstattung verhandeln müssen. Der Antrag des Schweizer Parlaments, Medizinprodukte mit FDA-Zulassung zu akzeptieren, dürfte die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und den USA stärken und dazu beitragen, die Schweizer MedTech-Industrie an der Spitze der Innovation zu halten.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die USA nicht nur ein grosser, homogener Markt sind, sondern vielmehr ein Flickenteppich kleinerer lokaler Märkte mit unterschiedlichen Vorschriften, Geschäftskulturen und Konsumvorlieben. Aus diesem Grund benötigen Start-ups eine lokalisierungsspezifische Markteintrittsstrategie für jede Region. Die Expansion in den US-Markt bedeutet, mit etablierten Marken konkurrieren zu müssen, die bereits über eine Markenidentifikation und eine feste Kundenbindung beim US-Publikum verfügen. Das US-amerikanische Geschäftsumfeld ist zudem durch einen harten Wettbewerb mit anderen Jungunternehmen sowie mit etablierten Marken gekennzeichnet. Um im Wettbewerb erfolgreich zu sein, sind Produktdifferenzierung und eine wirksame Positionierung entscheidend. Ausländische Start-ups müssen sich bei ihrer Expansion ins Ausland auch auf andere geschäftliche und kulturelle Gepflogenheiten einstellen.