Positive Entwicklung des Kooperationsprogramms Schweiz–Polen
Das Kooperationsprogramm Schweiz–Polen im Bereich der angewandten Forschung schliesst das zweite Jahr seiner Umsetzung erfolgreich ab. Im Rahmen der Anfang 2025 lancierten zweiten Projektausschreibung wurden 16 Fördergesuche bewilligt, an denen sechzehn Schweizer Unternehmen und sieben Forschungsstätten beteiligt sind.

Zwei aufeinanderfolgende Projektausschreibungen, die von Innosuisse in Zusammenarbeit mit dem polnischen Nationalen Zentrum für Forschung und Entwicklung (NCBR) durchgeführt wurden, haben die Partnerschaften zwischen den Akteuren beider Länder im Bereich der angewandten Forschung gestärkt. Laut Raphaela Kübler, Projektleiterin bei Innosuisse, «bestätigte die zweite Projektausschreibung einmal mehr die lebendigen Beziehungen zwischen der Schweiz und Polen».
Stark gestiegene Beteiligung
Von 146 eingereichten Projekten waren 143 förderfähig. Damit stieg die Zahl der Projektanträge im Vergleich zur Ausschreibung von 2024 um 47 %.
Zur Stärkung des anwendungsorientierten Profils des Programms wurde in der Projektausschreibung 2025 vorgeschrieben, dass jedes Konsortium mindestens einen Schweizer Partner und einen polnischen Partner aus dem Privatsektor einschliessen muss. Darüber hinaus wurde der privat finanzierte Anteil des Gesamtbudgets erhöht, um die aktive Beteiligung von Unternehmen zu fördern.
Die Bereiche Ingenieurwesen und Technologie waren weiterhin vorherrschend, insbesondere Elektrotechnik, Informatik und Werkstofftechnik. Es ist jedoch ein wachsendes Interesse an technologischen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu beobachten – ein Trend, der sich auch in den 16 schliesslich ausgewählten Projekten widerspiegelt.
Sämtliche Projekte beginnen in Kürze ihre Umsetzungsphase, die 24, 30 oder 36 Monate dauert und spätestens 2029 abgeschlossen sein wird.
Eine bilaterale Zusammenarbeit, die fortgeführt werden soll
Auch wenn im aktuellen Rahmen des Kooperationsprogramms Schweiz–Polen keine neuen Projektausschreibungen geplant sind, wird die bilaterale Zusammenarbeit stetig ausgebaut.
Jedes Jahr organisieren die Botschaften beider Länder sowie die Handelskammern der Schweiz, Polens und Mitteleuropas zentrale Veranstaltungen, die einen aktiven Dialog zwischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren fördern.
Im Juni 2025 unterzeichneten die zuständigen Ministerien der Schweiz und Polens eine Absichtserklärung, um die Partnerschaften zwischen den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Innovationsakteuren beider Länder sowie zwischen ihren Förderinstitutionen zu vertiefen.
Innosuisse und das NCBR haben zudem ihre Absicht zur Zusammenarbeit im Rahmen der internationalen Programme Eureka und Eurostars bekräftigt. Die Schweiz führt Eureka in den Jahren 2025–2026 an, bevor Polen 2027–2028 den Vorsitz übernimmt.
Beide Länder engagierten sich ausserdem aktiv im Taftie-Netzwerk, das den strategischen Austausch und die Weitergabe bewährter Praktiken zwischen nationalen Innovationsagenturen fördert.