Aktuelle Zahlen zu den Offset-Geschäften per Ende 2025
Bern, 13.01.2026 — Das Offset-Register umfasst aktuell achtzehn Beschaffungsprojekte mit Offset-Verpflichtungen in der Höhe von 5,42 Milliarden Schweizer Franken, die von ausländischen Lieferanten mit Schweizer Unternehmen und Forschungseinrichtungen abgewickelt werden müssen. Davon sind per Ende 2025 Offset-Geschäfte in der Höhe von rund 2,85 Milliarden Schweizer Franken durchgeführt worden.
Aktuell umfasst das jeweils quartalsweise aktualisierte Register achtzehn laufende Offset-Programme in der Höhe von insgesamt rund 5,42 Milliarden Schweizer Franken. Bis Ende 2025 sind davon Offset-Geschäfte für rund 2,85 Milliarden Schweizer Franken durchgeführt worden.
Seit dem letzten Jahr konnten die Verpflichtungen von Thales LAS France SAS im Projekt «Luftraumüberwachungssystem Florako, Werterhalt Flores (APSR & SPSR Upgrade)» und von CAE USA im Projekt «Verlängerung der Nutzungsdauer der Kampfflugzeuge F/A-18 (SHOTS)» erfolgreich beendet werden.
Neu hinzugekommen sind die Verpflichtungen von Elbit Systems Ltd. im Projekt «Teilmobile passive Sensoren zur Ergänzung des Luftlagebilds», von EuroSpike GmbH im Projekt «Lenkwaffe Boden-Boden», von Rheinmetall Waffe Munition GmbH im Projekt «Munition» und von Diehl Defence GmbH & Co. KG im Projekt «Bodengestützte Luftverteidigung mittlerer Reichweite».
Programm Air2030
Bei den Kampfflugzeugen F-35A liegt die Erfüllung Ende 2025 bei rund 803 Millionen Schweizer Franken, was rund 34 Prozent der Kompensationspflicht von Lockheed Martin Global Inc. entspricht. Beim bodengestützten Luftverteidigungssystem grösserer Reichweite Patriot wurden bereits Offset-Geschäfte im Wert von rund 582 Millionen Schweizer Franken mit Schweizer Unternehmen durchgeführt, was rund 56 Prozent der Kompensationspflicht des US-amerikanischen Herstellers Raytheon Missiles & Defense entspricht. Beide Verpflichtungen müssen bis Ende 2034 erfüllt werden. Bis dahin muss folgender Verteilschlüssel zwischen den Regionen so weit als möglich eingehalten sein: 65 Prozent des kompensierten Volumens entfallen auf die Deutschschweiz, 30 Prozent auf die Westschweiz und 5 Prozent auf die italienischsprachige Schweiz. Die Erfüllung und die regionale Verteilung werden von armasuisse laufend überwacht und mit den Lieferanten besprochen.
Banking-Register
In Ergänzung zum Offset-Register hat das Bundesamt für Rüstung armasuisse das Banking-Register mit den Zahlen per Ende 2025 aktualisiert. Das Banking-Register beinhaltet sechs laufende Banking-Vereinbarungen, in denen eine Veröffentlichung vorgesehen ist. Im Banking-Register sind die ausländischen Anbieterinnen, die Vertragsdauer und das aktuelle Guthaben aufgeführt. Ausserdem sind die beauftragten Schweizer Unternehmen sowie die regionale Verteilung ersichtlich. Eine Banking-Vereinbarung kann auf Wunsch einer ausländischen Anbieterin abgeschlossen werden, wenn eine zukünftige Kompensationspflicht wahrscheinlich ist. Es erlaubt ausländischen Anbieterinnen bis zu 20 Prozent einer zukünftigen Kompensationspflicht durch indirekte Offset-Geschäfte in der Schweiz vorzuerfüllen.
Kennzahlen 2025
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 141 Offset-Geschäfte durchgeführt. Der kompensierte Wert betrug rund 665 Millionen Schweizer Franken. Davon entfielen rund 83 Prozent auf die deutschsprachige Schweiz, 13 Prozent auf die französischsprachige Schweiz und 4 Prozent auf die italienisch- und rätoromanischsprachige Schweiz. Bei den durchgeführten Offset-Geschäften handelte es sich vorwiegend um Unteraufträge im Zusammenhang mit dem beschafften Armeematerial (61%), dem Erwerb von weiteren sicherheitsrelevanten Gütern und Dienstleistungen (18%), Technologietransfers (13%) und Projektfinanzierungen (8%). Die anerkannten Kompensationsbeträge entfielen zu 72 Prozent auf grosse Schweizer Unternehmen und zu 28 Prozent auf KMU. Ein Grossteil der Geschäfte wurde in den Wirtschaftszweigen «Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen» (53%) und «Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen» (20%) abgewickelt.