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MedienmitteilungVeröffentlicht am 17. Februar 2026

WEKO weitet Untersuchung im Kanton Jura aus

Bern, 17.02.2026 — Die Wettbewerbskommission (WEKO) dehnt ihre Untersuchung zu allfälligen Abreden im Tief- und Hochbau im Kanton Jura aus.

Im November 2025 eröffnete die WEKO gegen sechs Unternehmen ein Verfahren wegen Beteiligung an möglichen Submissionsabreden. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen weitet sie die Untersuchung auf insgesamt 20 Unternehmen aus. Es besteht der Verdacht, dass diese Unternehmen ihre Offerten und Preise während mehreren Jahren für Beschaffungen der öffentlichen Hand und Privaten koordinierten. Potenziell betroffen sind mehr als 150 Ausschreibungen im Tief- und Hochbau aus den Jahren 2016–2025. Im Rahmen der Untersuchung ist zu prüfen, ob tatsächlich kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen. Eine solche Untersuchung dauert in der Regel drei Jahre.

Sprechen sich Anbieterinnen untereinander ab, zu welchem Preis sie offerieren und wem sie einen Beschaffungsauftrag zuteilen wollen, treffen sie kartellrechtlich unzulässige Submissionsabreden. Submissionsabreden erhöhen die Preise, machen Unternehmen ineffizient und wirken innovationshemmend. Sie belasten damit die Wirtschaft und die öffentliche Hand.

Die Untersuchung betrifft folgende Unternehmen: André Chaignat et Fils SA, Bieri et Grisoni S.A., Comte Construction SA e Germain Comte S.A., Fernand Perrin S.A. e Perrin Holding Sàrl, Marti Arc Jura SA e Marti Holding AG, PMB Construction SA e PMB Holding SA, Louis Vernier SA, Baume constructions SA, Entreprise Lovis SA, F. Hänzi S.A., FMGC SA, Francis Beuchat Sàrl e Benjamin Chaignat Holding Sàrl, G. Cuenat S.A., GCB S.A., Georges Chételat SA, Guy Choulat S.A., Laurent Membrez SA (succursale de Delémont), Les Fils de Marc Joliat S.A., Mendez Constructions Sàrl, René Seuret S.A.

Für die Unternehmen gilt die Unschuldsvermutung.